





Staub bindet Gerüche und Allergene. Einmal pro Woche: sanft absaugen, feucht entstauben, danach gezielt lüften. Keine Duftkerzen als Abkürzung. Wer Haustiere hat, wechselt Polsterplätze durch, damit Partikel verteilt statt verdichtet werden. So bleibt das Wohnzimmer unaufdringlich frisch, auch ohne spektakuläre Maßnahmen.
Einmal im Monat lohnt eine intensivere Runde: Bezüge wenden, Ritzen mit schmaler Düse aussaugen, Unterseiten wischen, verdeckte Flächen prüfen. Kleine Schäden rechtzeitig behandeln, bevor Feuchtigkeit eindringt und miefige Noten erzeugt. Dokumentiere kurz, was du getan hast, damit Routinen nicht ausfransen.
Mit Jahreszeiten wechseln Luftfeuchte und Temperatur. Plane Frühjahrs- und Herbstfenster zum Auslüften größerer Stücke, kontrolliere Lederpflege, öle Holz sparsam, prüfe Schrankinnenräume. Durchdachte Termine verhindern Panik vor Besuch. Teile deinen Plan mit Mitbewohnern, damit alle beitragen und die Frische nicht an Einzelnen hängt.
Nicht reiben, sondern tupfen, von außen nach innen. Flüssigkeit per Küchenpapier aufnehmen, dann mit destilliertem Wasser leicht anfeuchten und erneut tupfen. Erst wenn der Fleck sich beruhigt, minimalen Reiniger nutzen. Abschließend Luftzirkulation herstellen, damit keine Restfeuchte muffig nacharbeitet.
Eiweiß- und Ammoniakgerüche brauchen Geduld. Erst mechanisch entfernen, dann mit enzymfreiem, duftfreiem Reiniger arbeiten, der klar ausspülbar ist. Mehrere Durchgänge sind normal. Wichtiger als Kraft ist Ruhe: Trocknung, Luft, und das konsequente Vermeiden von Sprays, die nur Parfum nach oben setzen.
Auf Küchenstühlen und Hockern lagern sich Öle ab, die Zwiebel- und Fischgerüche festhalten. Fett lösen mit mildem, duftfreiem Entfetter, gut nachwischen, trockenreiben. Holzflächen danach pflegend versiegeln, aber nicht „zubetonieren“. Gewohnheiten zählen: Hände waschen, Untersetzer nutzen, Essplätze regelmäßig durchlüften.